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Der vor dem Timmendorfer Strand gestrandete Buckelwal ist wieder frei und schwimmt in der Ostsee, begleitet von Schlauchbooten. Findet er nach Hause in den Atlantik? Foto: Marcus Brandt/dpa | |
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| Tilo Winkler Stv. Chefredakteur Digital |
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| Liebe Leserin und lieber Leser, |
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manchmal kann es so einfach sein, ganz uneigennützig zu helfen. Über Behördengrenzen hinweg, ohne Bürokratie, ohne Bedenkenträger. Gemeinschaftlich etwas Gutes tun. Beim vor dem Timmendorfer Strand gestrandeten Buckelwal ist genau das passiert. In meinem Umfeld haben alle mitgefiebert, dass die Befreiungsaktion gelingt. Und es gab sofort etliche Vorschläge, wo es genau diesen Gemeinsinn ebenso dringend braucht. Bitte mehr davon.
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Nun ist der Meeressäuger also frei, wenngleich noch nicht in Sicherheit. Der Buckelwal bewegt sich in der Ostsee in Richtung Mecklenburg. Mitglieder der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd begleiten seither das Tier zeitweise mit einem Schlauchboot. Insgesamt sind bis zu acht Boote in der Nähe des Wals. Nach tagelangen Bemühungen zahlreicher Helfer hatte sich das Tier selbst von einer Sandbank durch eine per Bagger ausgegrabene Rinne freigeschwommen.
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Nun kommt es Biologen zufolge darauf an, dass das Tier im offenen Wasser bleibt und möglichst in die Nordsee schwimmt. Seine Befreiung von der Sandbank ist demnach bisher nicht seine Rettung, sondern nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Zu Hause ist er erst im Atlantik. Möge er den Weg finden - vielleicht wieder mit menschlicher Hilfe.
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Ein angenehmes Wochenende wünscht Ihnen Tilo Winkler
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