LR am Morgen
Am Valentinstag vor 150 Jahren schlug die Stunde des Telefons. Die erste einseitige Übertragung einer Botschaft aber geht wohl auf einen Deutschen zurück. (Symbolfoto)
Am Valentinstag vor 150 Jahren schlug die Stunde des Telefons. Die erste einseitige Übertragung einer Botschaft aber geht wohl auf einen Deutschen zurück. (Symbolfoto)
Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa
Kathleen Weser
Reporterin Cottbus und Spree-Neiße
Liebe Leserin und lieber Leser,
am heutigen Valentinstag vor 150 Jahren hat vor dem US-Patentamt in Washington DC eine legendäre Stunde geschlagen. An jenem kalten 14. Februar 1876 haben Alexander Graham Bell und Elisha Gray kurz hintereinander den Antrag gestellt, ihr „Verfahren zur Übertragung von Sprache und anderen Tönen durch telegrafische Wellen“ zu schützen. Ganz fair soll es zwar nicht zugegangen sein im Krimi um das Patent für das Telefon zwischen beiden Amerikanern. Aber Bell, der wohl zuerst an die Tür der Amtsstube geklopft hatte, hat sich behauptet. Obwohl ihm historischen Überlieferungen zufolge Beamtenbestechung und deshalb Einsicht in die Voranmeldung der Erfindung seines Konkurrenten nachgesagt wurden.
Auch ein Deutscher ist übrigens im Rennen um den Ruhm als Erfinder des Telefons auf der Strecke geblieben. Der Hesse Johann Philipp Reis hatte der Physikalischen Gesellschaft Frankfurt (Main) schon im Jahr 1861 stolz seinen Fernsprecher präsentiert. Als legendärer erster Satz, der übertragen wurde, ist in die Geschichte der Telekommunikation eingegangen: Das Pferd frisst keinen Gurkensalat. Leider konnte sein Gerät diese Botschaft aber nur in eine Richtung übermitteln, das mit dem Antworten klappte einfach noch nicht.
Da dies inzwischen aber längst der Fall ist, denken Sie heute daran: Wenn Sie Ihre Lieben am Valentinstag nicht persönlich in die Arme schließen können, sollte Ihnen per Handy etwas sehr Nettes einfallen. Eine freudige Antwort dürfte Ihnen sicher sein.
Ein schönes Wochenende, gern auch mit dem neuen Gesprächsstoff auf lr.de, wünscht Ihnen
Kathleen Weser
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