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Vom Plagegeist zum Pflegefall: Ein Feldhamster sitzt in der-Zuchtstation im Zoo Leipzig. Von dort wurden viele Exemplare jetzt im Norden Sachsens ausgewildert. Foto: Hendrik Schmidt/dpa | |
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| Liebe Leserin und lieber Leser, |
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Die Geschichte von Cricetus cricetus ist eher traurig. Der einst weit verbreitete Feldhamster zählt mittlerweile zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Säugetieren Deutschlands. Noch so eine Art, die bald ganz verschwindet, wenn man nichts unternimmt. Hat man sich auch in Sachsen gedacht. Dort wurden knapp 350 meist im Leipziger Zoo gezüchtete Hamster auf Feldern ausgewildert.
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In den nächsten fünf Jahren soll es im Norden des Freistaates eine Population geben, groß genug, dass sie ohne weitere Zuchtexemplare auskommt. Bis dahin werden gleich noch Ackerkulturen erprobt, die den wuscheligen Wühlern bekommen. Eine erste Zwischenbilanz zeigt, dass es mit der Vermehrung vorangeht.
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Der Feldhamster hat die Rettungsaktion, die einige Millionen Euro kostet, dem Sinneswandel beim Menschen zu verdanken. Der einst als Schädling verfolgte Nager gilt heute als Schlüsselart für intakte Agrarlandschaften. In Brandenburg gilt sie offiziell als ausgestorben. Ohne Wiederbelebungsversuch bleibt hier nur die Hoffnung, dass sich ein paar von den „Neuen“ aus Sachsen auf den Weg Richtung Norden machen.
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Einen entspannten Start ins Wochenende wünscht Ihnen
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